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Die Mastlegevorrichtung
– vom Jollenkreuzer bis zur 36-Fuß-Yacht

Planen sie, für Ihre Yacht eine Mastlegevorrichtung anzuschaffen, damit Sie leicht und möglichst alleine den Mast bei Brückendurchfahrten legen können und sich neue Reviere erschließen? Wir arbeiten mit vielen Herstellern zusammen und können Ihre Mastlegevorrichtung auch „ab Werft“ anbieten. Sie haben mit uns Ihren kompetenten Partner gefunden, denn eine Jütvorrichtung ist eine größere, sehr wichtige Investition in Ihre Yacht. Und die will gut überlegt sein. Deshalb möchten wir unsere beiden unterschiedlichen Systeme beschreiben. Denn nur gut informiert und gut beraten können Sie eine weitreichende, zufriedenstellende Entscheidung treffen.

Jeder Gedanke, den Sie jetzt investieren, erleichtert die Montage und die Funktion der Anlage; keine Sorge, es wird nicht zu kompliziert!
Damit Sie den Mast Ihrer Yacht oder Ihres Jollenkreuzers legen können, müssen nur wenige Voraussetzungen erfüllt sein. Allgemein einsichtig ist die Tatsache, dass natürlich der Mast im Mastfuß (oder darüber) irgendwie drehbar gelagert sein muss. Diese Lagerung muss solide ausgeführt werden. Dazu ist es erforderlich, dass der Bereich um den Mastfuß entsprechend stabil sein muss. Oft reicht eine einfache Stütze zum Kiel dafür nicht aus, denn es wirken nur beim Segeln senkrechte Kräfte. Beim Legen des Mastes entstehen auch Kräfte, die nach vorne und oben wirken. Eine Anfrage bei der Werft oder ein Gespräch mit uns vor Ort können diese Frage klären; ggf. fertigen wir einen passenden Mastfuß an, der noch weitere Vorteile hat, aber dazu später mehr.

Unsere Jütanlagen stehen an zwei Punkten außen auf dem Deck, entweder seitlich in Masthöhe oder dahinter. In diesem Bereich müssen die Strukturen so stabil sein, dass sie die auftretenden Kräfte in den Rumpf überleiten können. Da in diesem Bereich oft die Püttinge im Rumpf befestigt sind, können hier schon werftseitig Verstärkungen vorhanden sein. Wir bieten Ihnen zwei unterschiedliche Mastlegevorrichtungen an.

Vergleich der beiden Systeme – auf der linken Seite Mastkoker mit Drehpunkt über dem Großbaum und auf der rechten Seite Mastschaukel mit Drehpunkt unter dem Großbaum

Jütanlage mit Drehpunkt unter dem Großbaum

Unsere bewährte Jütanlage eignet sich für größere Segelyachten mit Masten bis 16 m Länge und 220 kg Gewicht. Wie Sie sich sicher vorstellen können, ist bei derart langen Masten eine zuverlässige und stabile Anlage unbedingt erforderlich. Wir arbeiten ausschließlich mit hochwertigem V4A Edelstahl, dass hochglanzpoliert zu einer Zierde Ihrer Yacht wird.

Unsere Jütanlage besteht aus folgenden drei Teilen:
Zuerst benötigen Sie eine stabile, drehbare Lagerung des Mastes im Fußbereich. Für diesen Zweck haben wir eine sog. Mastwippe entwickelt. Das extrem stabile Drehpunktlager befindet sich hinter dem Mast ca. 250 mm über Deck. Muster für die verschiedensten Mastprofile sind vorrätig oder werden angefertigt. An diese Mastwippe wird ggf. zusätzlich beidseitig je ein demontierbarer Arm befestigt, der sog. Streichwanten hält. Diese Wanten stabilisieren den Mast im Mastfuß beim Legen, damit er sich nicht seitlich bewegen kann, verursacht durch Seitenwind oder Wellen. Weiterhin werden Fußblöcke zur Fallenumlenkung an der Mastwippe befestigt. Dann benötigen Sie die Jütgabel selbst. Sie liegt beidseitig nahe der Reling auf dem Vordeck auf. Die festen Drehpunkte befinden sich seitlich in Höhe des Mastes. Das Legen des Mastes erfolgt durch eine Talje, die am Bugbeschlag in geeigneter Form ständig befestigt ist. Vorher müssen Sie nur einen Sicherheitsbolzen lösen. Die Maße für diesen Jütbaum werden nach dem abgebildeten Schema von Ihnen oder uns vor Ort auf Ihrer Yacht ermittelt.

Wie Sie auf den Abbildungen sehen können, steht der Gabelbaum bei gelegtem Mast senkrecht. Dies kann bei Brückendurchfahrten zu einem Problem werden. Sehr viele unserer Kunden fahren ein Rollvorsegel mit Profil-Vorstag, sodass die Jütgabel nicht weiter nach hinten gelegt werden kann. Deshalb haben wir als Option unsere Jütkopplung entwickelt. Diese patentierte Idee ermöglicht es Ihnen, Vorstag und Jüt zu trennen und, mit Hilfe einer Winde, die Jütgabel kontrolliert nach vorne
abzusenken. So verringert sich die Gesamthöhe und Sie durchfahren jede Brücke. Während des Segelns ist diese Verbindung mit einem Klappnasenösenbolzen gesichert. Wenn das Abschlagen des Baumes große Probleme bereitet oder dieses konstruktiv nicht möglich ist, legen wir Ihren Mast mit einer Zusatzkonstruktion: Der Jüt-Drehpunkt liegt dann oberhalb des Lümmelbeschlags, sodass das Großsegel angeschlagen bleibt. Es ist eine achterliche Maststütze erforderlich, wenn Sie längere Fahrten mit gelegtem Mast planen.

Beispielaufnahme – Mastwippe mit Streichwantenarmen

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